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Die unendlichen Weiten des Meeres

Die ersten vier, mittlerweile bald 5 Wochen liegen nun hinter uns. Wirkliche Neuigkeiten gibt es nicht. Mit meinen Projekten komme ich soweit gut voran und auch so gewöhne ich mich mehr und mehr an den „Irish Way of Life“. Während ich diese Zeilen schreibe, genieße ich jedoch einen ganz besonderen Ort: Den Strand, das Meer. An einem kleinen Küstenabschnitt, unweit Dublins habe ich mich nieder gelassen. Hier genieße ich das Rauschen der Wellen, den Geruch des Meeres und kann dabei so herrlich abschalten – wundervoll! Eine Sache, die mir in Berlin definitiv fehlen wird. Das Meer bestimmte aber auch mein restliches Wochenende. Am Samstag stand die Erkundung des kleinen Küstendorfs Bray auf meinem Plan.  Bray,  einer der ältesten Küstenurlaubsorte des Landes, zieht bei schönem Wetter Scharren an Besuchern an. Gegen 9 machte ich mich also auf den Weg Richtung Connoly Station um mit der DART (kann man sich ähnlich der S-Bahn vorstellen) nach Bray zu gelangen. Kam am Bahnhof angekommen, erlebte ich ein Stück Vertrautheit – Aufgrund einer Weichenstörung hatte meine Bahn Verspätung. Nach gefühlten 30 Minuten traf diese dann aber ein und so begann meine Reise. Im Zug bereits der nächste Hauch Heimat: Eine Reisegruppe Rentner, die dem Akzent nach zu urteilen aus dem Dresdner Raum stammt. Mit einem Lächeln auf den Lippen schaute ich aus dem Fenster, dabei wurden meine Augen, kaum aus der Stadt raus, immer größer: Buchten, Strände und stets am Meer entlang. Nach einer einstündigen Fahrt traf ich dann auch in Bray ein. Erste Orientierung und dann war das erste was ich zu Gesicht bekam eine Yogagruppe, die direkt am Meer ihr inneres Chi suchten – ob sie es gefunden haben? Ein klares womöglich! Meine nächste Anlaufstelle: Das Meer, der Strand. Augen schließen und eine kräftige Briese Meeresluft einatmen. Hier sind auch einige sehr schöne Fotos entstanden.  Ich genoss diese Idylle für ca. eine Stunde und ging dann noch ein paar Schritte weiter, dabei landete ich in einer Bucht, in der Segelschiffe auf ihren Einsatz warteten – jedoch versperrte mir eine Mauer das Weiterkommen – also lief ich zurück, vorbei am Strand Richtung Stadtzentrum – nachdem selbiges erkundet war: musste ich mich noch auf den Weg zum Bray Head machen. Der Bray Head, der höchste Punkt der Gegend, bitte Einem nach einer ca. fünf Meilen langen Cliffwanderung einen traumhaften Ausblick auf das Meer. Der Aufstieg gestaltete sich als ein wenig Abenteuerlustig, da der Weg nicht immer gepflastert war sondern es auch über spitze Felsen und durch Schlamm führte – was sich besonders gut macht, wenn man sich für einen spontanen Aufstieg entscheidet und nicht das passende Schuhwerk trägt. Auf meinem Weg nach oben begegneten mir noch zwei sehr eigenartige Nonnen, die mich zuerst von oben bis unten musterten und dann zahlreiche Fotos von der Landschaften machten  – sehr merkwürdig das Ganze aber vielleicht hat sie der heilige Vater ja dazu aufgefordert…  Oben angekommen, begrüßte mich ein riesiges Kreuz (die Nonnen verfolgen mich) aber was für mich wesentlich interessanter ist: ein traumhafter Ausblick über ganz Bray! Als es dann wieder an den Abstieg ging, wünschte ich mir den Sessellift herbei, der bis spät in die 70er Jahre hier seine Runden drehte – aber auch ohne diesen schaffte ich den Abstieg relativ schnell und ruhte mich noch ein wenig am Strand aus eh es wieder zurück nach Dublin ging.  Der Sonntag bestand darin, dass ich zuerst einige Sachen für die bevorstehende Geburtstagsfeier einer guten Freundin organisierte  und den restlichen Tag wieder am Meer ausklingen ließ.  Ich bin gespannt, was mich in den letzten 3 Wochen so erwartet.



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