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Von bunten Vögeln und Mittelalterlichen Städten

Nun liegt sie also hinter uns, die zweite Woche in irischen Gefilden! Die Woche über stand auf der Arbeit wieder die Reparatur von Notebooks sowie Monitoren auf dem Plan. Dabei lernten wir auch, dass einige irische Lagerhäuser sehr individuell aufgebaut sind ;) Nachdem ich mich dann auch mehr oder minder erfolgreich im Löten von Elektronikteilen behauptet habe,  bekam ich von Peter nun endlich die Zugangsdaten um mich ein wenig in den Relaunch seines Shops einzuarbeiten und ihm bei der Gelegenheit auch ein neues Logo zu entwerfen, schauen wir mal was meinem Kopf hier tolles entspringt.

Aber nach getaner Arbeit stand dann am Donnerstagabend ein gemütlicher Abend auf Temple Bar an. Robert, ein Kollege aus Deutschland, und ich machten uns also auf den Weg zu einem Pub um hier dem Spiel der Deutschen zu folgen, dabei lernten wir auch Frank und Wolfgang kennen – interessant was ein Deutschlandtrikot so alles bewirken kann. Nach dem (Trauer-)spiel ging es dann aber noch nicht nach Hause sondern zuerst probierten wir „Traditional Irish Food“, dass sich am Ende aber als Fake rausstellte, denn es gab nur Pizza, Hot Dogs, Burger und Döner – seeeehr irisch ;) . Gut gestärkt ging es dann in die berühmt berüchtigte Temple Bar, wo wir zuerst einer Irischen Band lauschten und den Abend anschließend bei einem Bierchen und ein wenig Smalltalk ausklingen ließen.

Der Samstag begann damit, dass ich sehr zärtlich geweckt wurde – eine Baustelle direkt gegenüber des Hostels ist schon eine feine Sache, wenn man morgens um 7:30 Uhr durch den Presslufthammer geweckt wird, nachdem sämtliche Versuche (Fenster schließen, Ohrenstöpsel rein usw.) fehlschlugen, machte ich mich langsam fertig, denn es stand die Dublin Pride auf dem Plan.  Nachdem meine Mitbewohnerinnen nun doch keine Lust hatten mitzukommen, macht ich mich alleine auf dem Weg, dabei kam ich als erstes bei einem großen grünen irischen Souvenirladen vorbei der Prideartikel vertreibt – ein gezielter Griff und zack ich hatte mein Outfit für  die Pride zusammen. Die Aufkleber die nach der Pride meine Jacken zierten gab es gratis dazu. Nun aber schnell, ich beeilte mich die Parade noch zu finden, da es bereits 12.45 Uhr war und laut Internet bereits 12 Uhr am Garden of Remembrance der Startschuss fiel. Naja zwei Stunden später gegen 14 Uhr rollte es dann auch und es gab ein farbenfrohes Spektakel. Der Abend endete dann wieder mit einer spontanen Jamsession mit meinen Mitbewohnerinnen und leckeren Crepés, dieses Mal aber ohne Irish Cider. Morgen geht es dann wahrscheinlich nach Kilkenny, eine Stadt die einen mittelalterlichen Charme besitzt, schauen wir mal wie es wird :)



Und dann kam Frank…

Stell dir vor, du sitzt abends in einem Dubliner Pub und zu deiner Runde gesellt sich ein netter Ire. Soweit nichts ungewöhnliches, da die Iren ein sehr geselliges Volk sind mit denen man auch gut ins Gespräch kommen kann. Stell dir weiter vor, das Gespräch lenkt sich in Richtung Berufsleben und er gibt vor Senator zu sein , dann ist der erste Gedanke: „Na Klar und ich bin die Tochter der Queen“, was aber wenn er nur müde darüber lachen kann, seine Visitenkarte zückt und dich bittet auch gerne die Suchmaschine mit den beiden OO anzuwerfen und der erste Eintrag lautet: Frank Feighan, Irischer Politiker – dann ist der nächste Gedanke, Okaayy, ach wer weiß – was aber wenn dein Chef zur Sicherheit ebenfalls nachhakt ob diese Story wahr sei und es bestätigt bekommt? Dann findet man sich im Irischen Parlament wieder. Das Parlamentsgebäude, kann man nicht mit unserem Deutschen Bundestag vergleichen, es ist prunkvoll, hat einen gewissen Charme und ähnelt eher einem kleinen Schloss. So begann unser Parlamentsbesuch bei einem traditionellen Irish Breakfast mit Frank Feighan, welcher uns bei der Gelegenheit auch gerne unsere Fragen beantwortete. Nach dem reichhaltigen Frühstück ging es zur wöchentlichen Question Time, vergleichbar mit der Fragestunde während der Parlamentssitzungen in Deutschland .  Im Anschluss durften wir auch noch für ein paar Minuten dem Senat folgen und die Atmosphäre genießen: es wirkte weniger wie ein Ort an dem Politik gemacht wird sondern eher wie ein alter rustikaler Gerichtssaal, wie man ihn aus dem Fernsehen kennt – sehr beeindruckend das Ganze. Danach war es dann soweit wir trafen den Premierminister Enda Kenny! Ein Treffen das nach einem kurzen fünfminütigen Plausch und  einigen Fotos, zwecks Zeitmangels seinerseits sehr schnell vorbei war. Ich denke ich spreche für alle Beteiligten wenn ich sage, dass dies ein sehr interessanter Tag war, der uns noch lange in Erinnerung bleiben wird.

Weitere Fotos folgen in den nächsten Tagen!

 



Sonntagsshopping

Heute stand nur eine kleine Shoppingtour durch die Dubliner City auf dem Plan. Dabei sind einige wenige Schnappschüsse entstanden!



Trip nach Galway

Nach einer seeehr kurzen Nacht,  haben sich meine Mitbewohnerinnen und ich auf nach Galway gemacht. Der Weg dorthin gestaltete sich, aufgrund der schlechten Infrastruktur in Irland (es fuhr um 6 noch keine LUAS) ein wenig schwierig -  30 Minuten Fußweg zur Busstation des CityLink Busses lagen nun also vor uns. An der Haltestelle angekommen, fielen mir als erstes die vielen Regenbogenflaggen in der Stadt auf (man muss erwähnen, dass es bis zur Dublin Pride noch eine Woche ist, gefällt mir also definitiv). Nachdem der Bus dann mit Irischer Gelassenheit und somit Verspätung startete, erreichten wir gegen 09:30 Uhr  das kleine Fischerdörfchen Galway! Das Wichtigste war nun erst einmal ein Kaffee für Nadi – wer mich kennt weiß, dass ich ohne kaum zu ertragen bin :D Nachdem wir einen gefunden hatten, ging es mir wesentlich besser und die Sightseeingtour durch Galway konnte beginnen. Die erste Station war der Galwayer Wochenmarkt auf dem es einige sehr interessante Irische Spezialitäten zu verköstigen gab. Dann stand wieder eine kleine Wanderung an – das Ziel: Die Bucht von Galway! Es ist so wunderbar die Seeluft einzuatmen und dem Rauschen des Meeres zu lauschen, schade dass es so kalt war sonst hätten wir uns hier sicher länger aufgehalten. Aus diesem Grund ging es bereits eine knappe Stunde später zurück in die „Innenstadt“.  „Sorry, aber der letzte und einzige Bus am heutigen Tag zu den Cliffs auf Moher ist vor 10 Minuten  losgefahren“, erwiderte die Dame in der Touristeninformation auf unsere Frage nach den Abfahrtszeiten des Busses zu den Cliffs – ein Satz der einen den ganzen Tag versauen kann. Ein wenig enttäuscht  zogen wir von danen und suchten erst einmal ein Restaurant um unseren Hunger zu stillen. Dabei entdeckten wir „The Kings Head“ ein rustikal eingerichtetes Restaurant in dem ich zum ersten Mal die Original Fish & Chips probierte – yammi! Gut gestärkt ging es abschließend auf einen Streifzug durch Irische Souvenirläden. Nachdem alles besorgt war, machten wir uns auf den Weg zum zentralen Busbahnhof und fuhren zurück nach Dublin, schauen wir mal was der heutige Abend so alles mit sich bringt!



Resümee nach der ersten Woche

Die erste spannende Woche in Irland liegt nun hinter uns. Unser Mentor Peter, ein ziemlich cooler Typ, bringt uns die verschiedensten Sachen im Bereich Hard- und Software bei oder vertieft diese gemeinsam mit uns. Diese Woche stand das Troubleshooten von Notebooks sowie die Kundenabwicklung auf dem Plan. Nächste Woche wird dann eine kleine Exkursion in eine Partnerfirma erfolgen, für die ich den Webauftritt erneuern werde. Was mich hier exakt erwartet, werde ich in den nächsten Tagen erfahren.

Den heutigen Abend werde ich nicht, wie Jeder zweite Deutsche, vor den Fernseher verbringen und dem Spiel der Deutschen folgen – goooo Greeece :D sondern mit meinen Mitbewohnerinnen zum Abschied einer anderen Mitbewohnerin kochen dabei einige flüssige irische Spezialitäten verköstigen ;) Danach heißt es auch schon ab ins Bett, denn morgen gegen 5 Uhr klingt der Wecker – es steht eine Reise nach Galway auf dem Plan. Schauen wir mal, was uns hier alles geboten wird. Der Bericht dazu folgt spätestens Sonntagabend, genau wie die Fotos :)



Der erste Arbeitstag

Der erste Arbeitstag begann heute Morgen  mit einer Brise irischer Gelassenheit, denn nachdem wir unsere Bushaltestelle gefunden hatten und gerade 5 Minuten, von insgesamt 30 Minuten Fahrweg hinter uns gebracht haben, blieb der Bus einfach quer auf der Straße stehen und der Busfahrer fügte mit einem schelmischen grinsen hinzu, dass er Feierabend habe und sein Kollege für die Ablösung verschlafen und stellte uns frei entweder zu warten oder einen anderen Bus zu nutzen, wir entschieden uns zu warten.  Das Ganze dauerte ca. 15 Minuten, nachdem wir uns dann noch verlaufen hatten und statt im Northside Enterprise Center im Northside Shopping Center landeten, was bei den Namen schnell passieren kann, kamen wir mit 30 Minuten Verspätung auf Arbeit an. Dort angekommen begrüßte uns bereits Peter, unser Mentor. Bei einem Kaffee besprachen wir erst einmal die Aufgabenfelder unserer Firma „Computer Doctor“ (http://www.computerdoctor.ie/) und er erläuterte uns die Projekte an denen es möglich ist mitzuarbeiten. Die Aufgaben für die ersten Tagen belaufen sich auf die Reparatur von Notebooks, aber Peter hat auch noch gute Connections zu anderen Firmen, so dass es unter anderem auch möglich sein wird im Bereich Webdesign tätig zu werden. Ich glaube ich werde hier eine schöne und interessante Zeit haben.



Der erste Tag

Dia dhuit,

Das war gälisch – klingt komisch, heißt aber Hallo ;)

Nun nach den ersten 24 Stunden auf irischen Boden ein kurzes Resümee:

Nachdem sich nach der Landung das Gefühl des Kopfplatzes gelegt hatte und ich meine Umwelt auch wieder wahrnehmen und verstehen konnte (ja der Druck auf den Ohren ist schon was feines) wurden wir vom Flughafen zu unseren Apartment chauffiert. Auf dem Weg dorthin bekamen wir bereits eine kurze Sightseeing Tour.

Der erste Gang nach Auskundschaftung des Appartments, war der zu einem Burgerladen um die Ecke – yammi der erste irische Bürge, der durchaus empfehlenswert war.

Heute Morgen haben wir uns erst einmal aufgemacht uns was zum Frühstück zu besorgen und trafen erst einmal auf altbekanntes: Lidl! Bevor wir uns zum Guiness Enterprise Center aufmachten, wo das Treffen mit Margaret, unserer Betreuerin vor Ort stattfand. Auf dem Weg dorthin begrüßten mich bereits meine neuen Freunde – die Möwen, welche sich erst einmal schön ausgiebig auf meiner Bluse verewigten.

Vor Ort bekamen wir letzte Informationen zu unseren Arbeitsplätzen und hatten die Möglichkeit Margarete allgemeine Frage zu stellen. Kurze Zeit später fanden wir uns bereits in der Guiness Brauerei wieder und bekamen Einblicke wie der leckere Gerstensaft entsteht. Eine sehr schön inszenierte Besichtigung, die mit der Verkostung eines Guiness zu traditioneller Irischer Musik endete.

Im Anschluss an die Besichtigung machen wir uns auf den Weg in die Innenstadt, um diese ein wenig auszukundschaften, uns Tickets für die öffentlichen Verkehrsmittel sowie Irische SIM-Karten zu organisieren. Alles in allem fällt einem die Herzlichkeit der Iren gleich direkt auf, besonderen Dank gilt hier einem Mitarbeiter im Meteorshop, der sich sehr viel Zeit nahm uns kompetent zu beraten und uns mitzuteilen welcher Tarif in Irland der Beste für uns sei.

Unsere Abendbeschäftigung bestand dann darin, uns in einem Irish Pub zu setzen bei einem kühlen Guiness und das EM Spiel Italien gegen Irland anzuschauen, was leider 2:0 für Italien endete – poor Boys in green.

Jetzt brennen uns die Füße und die Äuglein fallen zu. Gespannt warten wir auf den ersten Arbeitstag morgen, denn wir wissen  zwar wo wir hin müssen, jedoch haben wir keine wirkliche Vorstellung was uns dort erwarten wird. Aber mehr dazu in meinem nächsten Post!

 

 








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