-->

Wer hat an der Uhr gedreht

Morgen bricht also die vierte Woche auf der grünen Insel an. Deswegen wird es Zeit für einen kurzen Zwischenbericht. Meine Skepsis aus der ersten Woche ist gänzlich verflogen, nach den ersten drei Tagen war es mehr ein: Ich will hier weg, alles so schrecklich – mittlerweile muss ich jedoch sagen, die Iren sind ein lustiges und vor allem sehr kommunikatives Völkchen auf das man sich einfach einlassen muss und an dessen kulturellen Gepflogenheiten man sich nur gewöhnen muss. Auch auf der Arbeit läuft es immer besser, nachdem ich die ersten zwei Wochen „Computer Doctor – Grundausbildung“ hinter mich gebracht hatte und Peter zu verstehen gab, dass ich mich doch eher für andere Themenbereiche als Hardware und Netzwerke interessiere zaubert er nun ein Projekt nach dem anderen aus dem Hut und ich frage mich: Womit zuerst anfangen?! – Logodesign, Websiterelaunch, Websiteverbesserungen für eine Partnerfirma, automatisierte Dokumente  und vieles mehr. Ich denke in den nächsten fünf Wochen werde ich mehr als genug zu tun haben. Wer in der Woche hart arbeitet, darf am Wochenende auch mal entspannen und so stand bisher jedes Wochenende eine Reise in Irlands bezaubernde Städte an (wie man den vorherigen Berichten entnehmen kann) oder eben, wie dieses Wochenende – ein kleiner Ausflug innerhalb Dublins – der Dubliner Hafen kann bei Sonnenschein auch durchaus seine Reize haben. Ebenso entdeckt man ab von den typischen Tourirouten, in kleinen Seitenstraßen, wundervolle Läden mit Vintageklamotten und wundertollen handgemachten Gimmicks, ich glaube das „See you“ das ich der Ladenbesitzerin gestern entgegen brachte war nicht nur eine Floskel sondern ich werde hier definitiv erneut vorbeischauen. Ein paar Schritte weiter entdeckte ich dann einen kleinen Süßigkeitenshop, in dem ich weitere Inhalte für die Candybox einer lieben Freundin ergattern konnte. Nachdem mein Portmoine dann aber schrie: nun ist aber mal gut – macht ich mich wieder auf den Weg ins Apartment – am Abend stand dann noch ein wenig die Erkundschaftung des Dubliner Nachtlebens an. Gemeinsam mit Jule, einer Bekannten, ging es zuerst ins Dragon, es war 21 Uhr, für Irische Verhältnisse bereits sehr später und es steppte der Bär…
…überall nur nicht hier. Also machten wir uns auf den Weg Richtung Pantibar, die wesentlich besser gefüllt war, unterhielten uns bei dem einen oder anderem Bulmers, das eine Mischung aus Wein und Sekt ist, was durchaus gewöhnungsbedürftig ist aber irgendwie sehr lecker schmeckt und betrachteten dann die Transvestieshow die durchaus unterhaltsam und empfehlenswert ist. Nachdem gegen 1 Uhr die Sperrstunde begann, wurden wir auf eine nette Art und Weise darauf hingewiesen, dass wir doch bitte den Laden verlassen sollten, nachdem wir es dann noch einmal vergebens im Dragon probiert hatten: 3 Floors – 3 mal die gleiche Art von Musik, machten wir uns auf den Weg Richtung Temple Bar um hier noch einer Live – Band zu lauschen und dann suchten wir uns ein Taxi und machten uns auf dem Heimweg. Aber die Nacht war nicht sehr lang, denn der nette Mitarbeiter der Rezeption machte mich darauf aufmerksam, dass ich doch heute in ein anderes Apartment umziehen muss und die Putzfrauen in 5 Minuten da sein um das alte Apartment zu reinigen, also schnell Sachen packen und ab ins in die neue Unterkunft. Hier ist es soweit recht angenehm und auch die Mitbewohnerinnen scheinen nett zu sein.
Schauen wir mal, was die nächsten 5 Wochen für spannende Ereignisse mit sich bringen



Die Reise in eine andere Zeit

Sonntag,  07:30 Uhr: ringring. Ein Geräusch, das man normalerweise, gerade an einem Sonntagmorgen, nicht gerne hört – der liebe Wecker. Aber heute aus einem guten Grund, denn es stand eine Reise nach Kilkenny auf dem Plan. Die Fahrt über hieß es: wachsam sein, denn im Bus gab es keine Ansagen, aber alles ging gut und so kam ich nach einer zweistündigen Fahrt in Kilkenny an. Der erste Gang führte mich in das Einkaufscenter direkt neben dem Bahnhof um mir meine tägliche Koffeindosis zu sichern. Danach macht ich mich auf den Weg das beschauliche Städtchen Kilkenny zu erkunden. Es fiel mir bereits auf den Weg hierher auf, dass die Zeit hier scheint stehen geblieben zu sein. So findet man viele Bauten, die im Mittelalter erbaut wurden – darunter sehr viele Kirchen – typisch für diesen religiös geprägten Ort.  Aber auch der Stadtkern hat einige sehr liebevoll und kleine Läden, die alle einen ganz besonderen Charme besitzen. Selbst die Touristeninformation wirkt wie aus dem Mittelalter importiert – das einzig komische an der Sache: am Sonntag war sie geschlossen! Unbeeindruckt machte ich mich auf, die Stadt ein wenig zu Fuß zu erkunden. Die erste Station: Castle of Butlers, auch unter dem Namen Kilkenny Castle bekannt. Eine Schlossanlage die bis 1935 bewohnt wurde und heute eine kleine Art Gallery beinhaltet sowie einen audiovisuellen Rundgang durch das Schloss. Beeindruckend ist außerdem die Parkanlage die direkt mit dem Castle verbunden ist, da sie sehr weitläufig ist. Nachdem ich mich hier ein wenig umgesehen hatte, machte ich mich am Rande des Flusses auf, die Stadt weiter zu erkunden. Der Weg führte mich dabei als nächstes in einen kleinen Souvenirladen und anschließend zum Courthouse, dass im 15. Jahrhundert wohl auch mal als Gefängnis genutzt wurde. Direkt gegenüber befindet sich das Rothe Haus, die einstige Wohn- und Wirkungsstätte von John Rothe Fitzpiers – ein Haus das man so kein zweites Mal finden wird. Betritt man es und den dahinterliegenden Garten fühlt man sich direkt ins 16. Jahrhundert zurückversetzt – heute dient es als Sitz der „Archaeological Society“ und wird als Museum, Bücher und Souvenirladen genutzt.

Auf dem Rückweg zum Bahnhof habe ich mich dann verliebt! In einen wundervollen kleinen Süßigkeitenladen, der wie die anderen Läden mit seinem besonderen Charme überzeugte, man fühlte sich in diesem Laden gleich einige Jahrzehnte zurückversetzt. Eigentlich wollte ich den Laden gerade verlassen als mich noch eine ganz besondere Überraschung anlachte: Wonka Schokolade, ja richtig gelesen die Schokolade, in der sich bei „Charlie und die Schokoladenfabrik“ ein goldenes Los versteckte, klar dass ich mir hier von gleich einmal ein Exemplar mitnehmen musste und für die zu Hause gebliebenen nun weitere organisiere :D   Im Anschluss ging es dann zurück nach Dublin.

Heute stand dann auf Arbeit ein neues Projekt an, das Peter uns gestern bereits in einer mysteriösen SMS andeutete. Für einen der Kunden soll ein Internet Café eingerichtet werden, die komplette Planung und Umsetzung hierfür liegt also in unseren Händen. Heute haben wir uns bereits aufgemacht einige der alten PC´s aufzumotzen und mit der entsprechenden Software zu bestücken, was sich teilweise als recht schwierig herausstellt, da manche Freeware doch recht verbugt ist. Außerdem habe ich heute mit Peter mein zweites Projekt besprochen, die Realisierung seiner Vorstellung eines ganz besonderen Onlineshops, der sich von allen anderen Onlineshops abheben soll, ich bin gespannt in wie weit sich seine Vorstellungen überhaupt umsetzen lassen, mehr dazu werde ich in den nächsten Wochen und Tagen posten.



Resümee nach der ersten Woche

Die erste spannende Woche in Irland liegt nun hinter uns. Unser Mentor Peter, ein ziemlich cooler Typ, bringt uns die verschiedensten Sachen im Bereich Hard- und Software bei oder vertieft diese gemeinsam mit uns. Diese Woche stand das Troubleshooten von Notebooks sowie die Kundenabwicklung auf dem Plan. Nächste Woche wird dann eine kleine Exkursion in eine Partnerfirma erfolgen, für die ich den Webauftritt erneuern werde. Was mich hier exakt erwartet, werde ich in den nächsten Tagen erfahren.

Den heutigen Abend werde ich nicht, wie Jeder zweite Deutsche, vor den Fernseher verbringen und dem Spiel der Deutschen folgen – goooo Greeece :D sondern mit meinen Mitbewohnerinnen zum Abschied einer anderen Mitbewohnerin kochen dabei einige flüssige irische Spezialitäten verköstigen ;) Danach heißt es auch schon ab ins Bett, denn morgen gegen 5 Uhr klingt der Wecker – es steht eine Reise nach Galway auf dem Plan. Schauen wir mal, was uns hier alles geboten wird. Der Bericht dazu folgt spätestens Sonntagabend, genau wie die Fotos :)



Der erste Arbeitstag

Der erste Arbeitstag begann heute Morgen  mit einer Brise irischer Gelassenheit, denn nachdem wir unsere Bushaltestelle gefunden hatten und gerade 5 Minuten, von insgesamt 30 Minuten Fahrweg hinter uns gebracht haben, blieb der Bus einfach quer auf der Straße stehen und der Busfahrer fügte mit einem schelmischen grinsen hinzu, dass er Feierabend habe und sein Kollege für die Ablösung verschlafen und stellte uns frei entweder zu warten oder einen anderen Bus zu nutzen, wir entschieden uns zu warten.  Das Ganze dauerte ca. 15 Minuten, nachdem wir uns dann noch verlaufen hatten und statt im Northside Enterprise Center im Northside Shopping Center landeten, was bei den Namen schnell passieren kann, kamen wir mit 30 Minuten Verspätung auf Arbeit an. Dort angekommen begrüßte uns bereits Peter, unser Mentor. Bei einem Kaffee besprachen wir erst einmal die Aufgabenfelder unserer Firma „Computer Doctor“ (http://www.computerdoctor.ie/) und er erläuterte uns die Projekte an denen es möglich ist mitzuarbeiten. Die Aufgaben für die ersten Tagen belaufen sich auf die Reparatur von Notebooks, aber Peter hat auch noch gute Connections zu anderen Firmen, so dass es unter anderem auch möglich sein wird im Bereich Webdesign tätig zu werden. Ich glaube ich werde hier eine schöne und interessante Zeit haben.








Content RSS - Straight to your reader
Comments RSS - Add to the discussion


 Category